Bachelor: Informatik und Design
226 - Service Design Research
- Empfohlenes Studiensemester
2
- Turnus
Sommersemester
- Sprachen
Deutsch, Englisch
- ECTS
6
- Prüfungsform
ModA, weitere Angaben siehe SPO und Studienplan
- Lehrform und SWS
Ü (4SWS)
- Gesamter Workload
180 Stunden
- Präsenzzeit
60 Stunden Übung
- Selbststudium
120 Stunden
- Modulverantwortung
Prof. Dr. Tina Weisser (FK12)
Empfohlene Voraussetzung für die Teilnahme
keine
Lernziele
Fachkompetenz
Die Studierenden lernen die Grundlagen des Service Design Prozesses kennen und verstehen die zentrale Rolle der Nutzer- und Serviceforschung in der Entwicklung innovativer Dienstleistungen. Sie setzen sich mit der Service-Dominant Logic (SDL) auseinander und verstehen, warum Wert in Services durch Ko-Kreation zwischen Anbietern und Nutzenden entsteht. Sie sind in der Lage, qualitative Forschungsergebnisse in strategische Handlungsempfehlungen für Service Design zu übersetzen.
Methodenkompetenz
Die Studierenden wenden qualitative Forschungsmethoden an, um tiefgehende Einblicke in Nutzererfahrungen und Service-Ökosysteme zu gewinnen. Dazu gehören:
- Grundlagen des Service Design Prozesses (Double Diamond, iterative Entwicklung)
- Service-Dominant Logic (SDL) & die Rolle von Ko-Kreation
- Self-Immersion & Contextual Inquiry
- Qualitative Interviews & Ethnografische Methoden
- Shadowing & Beobachtungstechniken
- Datenanalyse & Synthese
- Personas & Stakeholder Mapping
- As-Is User Journeys
Selbstkompetenz
Die Studierenden reflektieren ihre eigene Rolle in der Nutzerforschung und entwickeln Sensibilität für Bias und Interpretationsspielräume. Sie lernen, ergebnisoffen zu forschen, Empathie für Nutzende zu entwickeln und Forschungsergebnisse verständlich zu kommunizieren.
Sozialkompetenz
Die Studierenden lernen ergebnisoffen, zielorientiert und kollaborativ zu arbeiten, sowie eine gemeinsame Vision iterativ umzusetzen. Aktives Zuhören, und das Berücksichtigen verschiedener Blickwinkel und Bedürfnisse fördert die Empathie- und Teamfähigkeit.
Inhalt
Dieses Modul vermittelt die Grundlagen des Service Design Prozesses und die Bedeutung qualitativer Forschung für die nutzerzentrierte Entwicklung von Dienstleistungen. Der Fokus liegt auf qualitativen Methoden, um Nutzerbedürfnisse, Nutzungskontexte und Service-Ökosysteme tiefgehend zu verstehen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Service-Dominant Logic (SDL): Die Studierenden lernen, warum Wert im Service Design nicht allein durch Produkte oder Dienstleistungen, sondern durch die Interaktion mit Nutzenden entsteht.
Der Unterricht kombiniert praxisnahe Fallstudien, interaktive Forschungsprojekte und Methodenworkshops, um den Transfer in reale Anwendungsszenarien zu gewährleisten.
Lehrmethoden und Lernformen
Seminaristischer Unterricht, wöchentliche Vorlesungen und praktische Projektarbeit
Verwendbarkeit des Moduls
Bachelor Informatik und Design
Literatur
- Stickdorn, Marc; Hormess, Markus; Lawrence, Adam; Schneider, Jakob: This is Service Design Doing: Using Research and Customer Journey Maps to Create Successful Services, O’Reilly Media, 2018.
- Kelley, David; Kelley, Tom: Creative Confidence: Unleashing the Creative Potential Within Us All. New York, Crown Business, 2013.
- Kolko, Jon: Well Designed. Boston, Harvard Business Review Press,2014.
- Portigal, Steve: Interviewing Users. New York, Rosenfeld Media, 2013.
- Downe, Louise: Good Services: How to Design Services that Work. Bis Publisher, 2020.
- Kalbach, Jim. The Jobs To Be Done Playbook: Align Your Markets, Organization, and Strategy Around Customer Needs. Two Waves Books, 2020.
- Hall, Erika. Just Enough Research. A Book Apart, 2013.
- Norman, Don. The Design of Everyday Things. Basic Books, 2021.